@ARTICLE{Nadobnik2023:i7387,
	author="{Nadobnik, Renata}",
	title="{Routiniertes Sprachverhalten an der deutsch-polnischen Grenze aus diachroner Perspektive (Beispiele für Redemuster in Deutsch)}",
	year="2023",
	type="artykuł naukowy",
	language="de",
	journal="{Linguistische Treffen in Wrocław}",
	issn="2084-3062",
	volume="23",
	number="1",
	pages="113--134",
	doi="10.23817/lingtreff.23-7",
	url="https://linguistische-treffen.pl/de/issues/23",
	keywords="Routineformeln; Grenze; diachrone Studie",
	abstract="{Im Beitrag werden konventionalisierte Sprachmuster thematisiert, die bei der Kommunikation beim
Passieren der deutsch-polnischen Grenze Verwendung fanden bzw. immer noch finden können. Das
Untersuchungsmaterial hierfür stammt aus ausgewählten deutsch-polnischen Sprachführern, und zwar
von den ersten Drucken aus dem 16. Jh. bis zu den Neuausgaben der letzten Jahre. Aus den Inhalten der
genannten Nachschlagewerke werden zahlreiche Beispiele für deutsche Redemuster im angegebenen
Bereich exzerpiert, dann thematisch gruppiert und dabei chronologisch dargestellt, mitunter auch
kurz kommentiert. Ziel hierbei ist, typische Sprachmittel bei der Interaktion zwischen den (Ein-/Aus-)
Reisenden und den Zollbeamten an Grenzkontrollstellen retrospektiv darzustellen. Ergänzend wird
hierbei auf die (Un)Höflichkeit und emotionale Ladung der an der Grenze verwendeten Sprachmittel
Bezug genommen.
Die durchgeführte Analyse zeigte, dass die im Laufe der Zeit (seit dem 19. Jh. beginnend) an Grenzkon-
trollstellen gebrauchten sprachlichen Formeln wenig variierten. Darüber hinaus ließ sich feststellen,
dass die sprachliche Verständigung zwischen den Zollbeamten und den Reisenden im 19. Jh. und zu
Beginn des 20. Jh. in großem Maße sehr höflich verlief, wobei auch später, trotz einer etwas geringeren
Gefälligkeit beiderseits, ziemlich höflich anmutet(e). Anhand des gesammelten sprachlichen Materi-
als konnte man zudem teilweise auch erfahren, welche Regelungen jeweils an der deutsch-polnischen
Grenze galten. Die vorliegende Untersuchung stellt somit einen Beitrag zu soziopragmatischen und
zugleich auch phraseologischen Fragen aus diachroner Perspektive dar}",
}
